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Der 11,7 m
hohe Obelisk wurde von Wilhelm II. im Jahr 1903 als Andenken und zu Ehren König
Friedrichs II. errichtet. Friedrich II. führte im Jahr 1753 ein großes Manöver
mit rund 44.000
Soldaten bei Spandau durch. Das Manövergebiet erstreckte sich zwischen
der Havel bei Spandau und Döberitz. Der Truppenübungsplatz
Döberitz wurde im Jahr 1895 eingerichtet. Das Denkmal wurde
auf dem Gelände zur Erinnerung an Friedrich dem Großen
und an das Herbstmanöver vor 150 Jahren errichtet.
Der Obelisk
wurde 1996 unter Denkmalschutz gestellt. Oberhalb des 7 x 7 Meter großen
Sockels besteht er aus rotem schwedischen Granit. Er ist von acht senkrecht in
das Erdreich eingelassenen Geschützrohren umgeben. Die Mündungen der
Geschützrohre sind mit eisernen Kugeln verschlossen. An den Kugeln sind Ringe
angebracht, an denen eine Gliederkette um den Obelisken befestigt war. Am
Sockel und an den Kanonenrohren sind viele kyrillische Schriften zu finden. Es
war ein Brauch der sowjetischen Soldaten am Ende
ihrer Dienstzeit eine schriftliche Erinnerung zurückzulassen. Nach 1970 wurde
der Granitsockel von den
Sowjets mit grüner Farbe gestrichen. Für die Erhaltung des Denkmals als solches
wurde schon lange nichts mehr getan. Der Obelisk befindet sich in einem
schlechten Zustand. Schon zu Zeiten Kaiser Wilhelms II. entstanden am Hasenheidenberg
mehrere lange Schießbahnen. Am Obelisken zeugen heute
viele Einschüsse von den Schießübungen der vergangenen
Jahrzehnte. Von der Sielmanns-Naturlandschaft würden
keine Stiftungsgelder in die Erhaltung fließen, so dass
nach anderen Trägern gesucht werde.
Im Sockel
befanden sich vier Tafeln mit Inschriften, die nicht mehr erhalten sind. Sie
hatten folgenden Text:
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„Friedrich
II. König von Preußen lag mit 44.000 Mann im Lager zu Döberitz 2.-14. September
1753“
„Wilhelm
II. Deutscher Kaiser, König von Preußen lag mit dem Gardekorps im Lager zu Döberitz 28. – 29. Mai 1903“
„Wilhelm
II. dem Andenken Seines Großen Ahnherrn Seiner ruhmvollen Armee und
heldenmütigen Tapferkeit"
„Friedrich
II. des Großen Königs Majestät führte von diesen Feldern vor 150 Jahren Sein
Heer zu Kampf und Sieg“
„Ihre
Thaten bleiben unser Eigenthum ein Beispiel der Nacheiferung für alle
Zeiten“
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Friedrichs
des Großen Manöver bei Spandau 1753
Friedrich
der II. hat das große Truppenmanöver kurz vor dem Ausbruch des Siebenjährigen
Krieges abgehalten. Im Jahre 1753 zog er 44.000 Soldaten bei Spandau zusammen.
Das war zu diesem Zeitpunkt etwa die Hälfte des Preußischen Heeres. 1763 am
Ende des Siebenjährigen Krieges waren es über 180 000 Mann. Vom 2. - 14.
September 1753 fanden Übungen zwischen Spandau, Dallgow, Rohrbeck, Döberitz,
Groß-Glienicke und der Havel statt.
Drei Armeen
lagerten in zwei Treffen dicht westlich der Havel. Die Armeen wurden von den
Feldmarschällen Keith, Schwerin und Kalckstein befehligt. Ihr rechter Flügel
stand ungefähr 1 km südlich von Spandau, etwa dort wo heute die Seeburger
Straße von der Klosterstraße abzweigt. Der linke Flügel lehnte sich an das Dorf
Gatow an. Im ersten Treffen standen 23 Bataillone und 31 Eskadrons, im zweiten
19 Bataillone, 30 Eskadrons und die Artillerie, in den Flanken standen je 3
Bataillone.
In der
Mitte zwischen den beiden Treffen befand sich das königliche Hauptquartier.
Südlich daneben lag das 1. Bataillon Garde (später das 1. Garde-Regiment zu
Fuß), das täglich die Königswache in Stärke von 3 Offizieren, 3
Unteroffizieren, 1 Tambour und 45 Gemeinen stellte.
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Das Manöver
fand in einer Zeit statt, in der Friedrich neue militärische Verwicklungen der
europäischen Großmächte voraussah. Zur Geheimhaltung wurde das Gelände
von einer Postenkette abgesperrt. Die verteilte Postenkette begann an der
Havel bei Gatow und führte über Marquardt, Wustermark, Nauen und Brieselang zur
Havel zurück. Der Magistrat von Spandau hatte die Anweisung alle Türme zu
schließen, damit das Beobachten der Übungen durch Unbefugte von dort aus nicht
möglich war. Am 2. September war es den Gesandten fremder Mächte gestattet das
Lager zu besichtigen, abends mussten sie es jedoch wieder verlassen.
Die Armeen
übten hier verschiedene Stellungen sowie Friedrichs, dem Studium der antiken
Schriftsteller entnommene, Idee der Schiefen Schlachtordnung. Der Ingenieur
Hauptmann le Fevre zeigte die Anwendung von Minen ('Globe de Compreßion') die
bei der Belagerung von Festungen unterirdisch angebracht und gesprengt wurden.
Das erste Glied der Infanterie erhielt um diese Zeit längere Bajonette und die
Unteroffiziere verlängerte Pieken, um das Einhauen der Reiterei zu verhindern.
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Nach dem
Manöver lässt Friedrich II. 1753 das Buch "Erklärung und genaue
Beschreibung der Manöver, welche von dem Königlich Preußischen Corps, das
zwischen dem Amte Spandau und dem Dorfe Gatow campieret, vorgenommen worden
..." von Christian Friedrich Voß veröffentlichen, in dem zur Täuschung
feindlicher Mächte falsche Angaben gemacht wurden.
Die
Einweihung des Denkmals 1903
Das Denkmal
wurde feierlich am 29. Mai 1903, zur 150 jährigen Wiederkehr des Manövers, eingeweiht.
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Der
Obelisk wurde vermutlich nach einem Entwurf von Hofbaurat Geyer gebaut. Die Bauausführung
wurde dem Hofsteinmetzmeister Rasche übertragen.
Das
Bild zeigt das Denkmal im Jahr der Einweihung 1903.
Die Einfriedung, bestehend aus acht senkrecht
in den Boden eingelassene Kanonenrohre und
den sie verbindenden Ketten, entstand kurze
Zeit später.
Für die
Einweihungsfeier schrieb der Militärdramaturg Josef Lauff das Festspiel
"Doeberitz - ein Manöverbild" mit der Musik von Josef Schlar. Das
Festspiel wurde am 27. Mai 1903 in der Berliner Oper aufgeführt. Zu den
Zuschauern zählten Kaiser und Kaiserin, sämtliche Prinzen und Prinzessinnen und
die kommandierenden Generale aller preußischen Armeekorps.
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Am 28. Mai
1903 traf der Kaiser in Döberitz ein. Gegen 21 Uhr begann auf dem Paradeplatz
ein Zapfenstreich. Der Kaiser übernachtete in einer im Garten des Offizierheims
Döberitz
aufgestellten Baracke. Am 29. Mai fand eine Gefechtsübung des gesamten
Gardekops auf dem Döberitzer Platz statt. Die Berliner Fußtruppen trafen
zwischen 3 und 5 Uhr mit der Bahn in Döberitz ein. Die unberittenen Truppen aus
Potsdam, Spandau und Charlottenburg marschierten zu Fuß nach Döberitz.
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Im
Anschluss an das Manöver nahm das Gardekorps Aufstellung im offenen Viereck um
das noch verhüllte Denkmal. Wilhelm II. hielt eine Ansprache zu Ehren
Friedrichs des Großen und der preußischen Armee. Bei der Enthüllung schoß eine
Batterie schwerer Feldhaubitzen 101 Schuß Salut. Die Feierlichkeiten endeten
am Abend mit einem Festmahl des Kaisers.
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Letzte
Aktualisierung: 07.07.2008
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