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Eine Ansicht
von der Schloßbrücke auf das Dorf Döberitz im Jahre 1910. „Idyllisch und ohne
Einwohner im Übungsplatz liegt das alte Dorf Döberitz“. In der Bildmitte steht
die Dorfkirche, die im Jahr 1713 neu erreichtet wurde. Davor, am Dorfplatz,
stehen nebeneinander das Pfarrhaus und das Forsthaus. Döberitz war
lange Zeit ein idyllischer und friedlicher Ort, umgeben von dichten
Kiefernwäldern und in Gedichten bedacht. Als das Militär vor über 100 Jahren
das Gelände für einen neuen Truppenübungsplatz beanspruchte, mussten die
Einwohner ihr geliebtes Dorf verlassen. Die zurück gelassene Dorfanlage wurde
jedoch nicht abgerissen. Ehemalige Bewohner durften zwischen den Übungen noch lange Zeit das Dorf
auf dem Übungsplatz besuchen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf
für eine kurze Zeit wieder besiedelt. Es dauerte jedoch nicht lange und der
Übungsplatz wurde wieder vom Militär beansprucht, dieses Mal von der Sowjetarmee.
In den Folgejahren wurden die Gebäude restlos abgetragen oder zerstört. Das
Dorf verschwand von den Landkarten. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen
1991 ist die ehemalige Dorfstelle aufgrund der Gefahren unzugänglich geblieben.
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